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  Brisant 25.01.
 

Seit Anfang Dezember verschwunden

Keine Spur vom vermissten Anton Krügel‎

Brisant | 25.01.2011 | 17:15 Uhr

Seit knapp zwei Monaten fehlt von Anton Krügel jede Spur. Der 20-Jährige kehrte von einem Disco-Besuch nicht heim. Wir haben mit seiner Schwester gesprochen - über die Verzweiflung der Familie und ein Leben zwischen Hoffen und Bangen.

Vermisst: Anton Krügel
Vermisst: Anton Krügel

Anton Krügel feierte in der Nacht zum 5. Dezember 2010 in der Discothek "Musikcenter" im oberfränkischen Trockau. Als er am Morgen nicht nach Hause kam, versuchte seine Mutter in auf dem Handy zu erreichen. Der Anruf wurde weggedrückt. Seither gibt es kein Lebenszeichen des jungen Mannes. "Mein Bruder ist eigentlich ein sehr ruhiger, schüchterner und zuverlässiger Mensch. Dass er verschwindet, passt überhaupt nicht zu ihm. Das würde er niemals machen. Er hätte keinen Grund dazu", so Darja Krügel.

Antons Eltern rechnen mit dem Schlimmsten

Antons Zimmer in der elterlichen Wohnung in Grafenwöhr steht seit dem 4. Dezember leer. Vor allem seine Eltern sind völlig verzweifelt. Das Verschwinden ihres Sohnes überschattete auch die Weihnachtsfeiertage. "Für uns gab es eigentlich gar kein Weihnachten. Wir haben keinen Weihnachtsbaum aufgestellt", sagt Darja Krügel. "Meine Eltern haben zwar Geschenke gekauft, und ich habe ihnen was geschenkt. Aber ansonsten haben wir eigentlich nicht wirklich gefeiert. Ich denke, meinen Eltern geht es wesentlich schlechter als mir."

Darja und ihre Eltern wandten sich an den Verein "Karo e.V.", der sich um Verbrechensopfer kümmert. Zusammen mit Hannes Färber von "Karo" startete sie eine Plakataktion. "Darja und ihre Eltern sind auf uns zugekommen und haben uns um Hilfe gebeten, weil wir eine dementsprechende Logistik haben und laufend mit Verbrechen konfrontiert werden", sagt Hannes Färber. Darjas Familie rechnet mit dem Schlimmsten. "Wir schließen jetzt einmal nichts aus", so Darja Krügel.

Polizei schließt Verbrechen nicht aus

Die Bayerische Polizei sucht weiter mit Hochdruck nach dem Vermissten, schließt ein Verbrechen aber mittlerweile nicht mehr aus. Einige Suchaktionen mit Spürhunden blieben bislang ohne Ergebnis. Die Akten werden in einem solchen Fall aber erst geschlossen, wenn Klarheit über das Schicksal des Vermissten herrscht. Das stellt Polizeisprecher Herbert Gröschel klar. "Wir ermitteln auf Hochtouren weiter. Das heißt auch, dass wir vor Ort suchen und zudem den Informationspool nutzen, den eine Kriminalpolizei hat", erklärt Gröschel.

Zuletzt aktualisiert: 25. Januar 2011, 18:14 Uhr


Telefon-Hotline

Hinweise nimmt die Kripo Bayreuth unter der Telefonnummer: 0921 5060, oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

 
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